Lügt die Funke Mediengruppe vorsätzlich bei ihrer Berichterstattung über die Gelbwesten?

Wie schreibt man eigentlich einen Blogbeitrag?

Wenn ich einen Beitrag veröffentliche, dann gehe ich dabei normalerweise ganz gerne chronologisch vor, weil ich damit sehr gute Erfahrungen gemacht habe, dass der Leser den Sinn des Beitrags auch versteht. Heute möchte ich davon mal Abstand nehmen, und ganz anders vorgehen.

Es gibt auf einem anderen Blog ein Kommentar, den ich hier zu Beginn des Beitrags zitieren möchte. Ein Volljurist, und ehemaliger Rechtsanwalt, der viel im Bereich Familienrecht tätig war, und erreichte, dass einige Kinder wieder zurück zu ihren Eltern durften, hat den Kommentar geschrieben.

Toller Artikel, danke für diese Wahrheit die viele nicht kennen.

In diesem Kommentar kommt also das Wort „Wahrheit“ vor, und darum soll es auch hier in diesem Beitrag heute gehen. Es geht mal wieder um die Funke-Gruppe, zu der zum Beispiel die NRZ, Radio Essen, und die WAZ mehrheitlich gehören. Die Funke Gruppe ist schon häufiger mit ihrer geringen Wahrheitsliebe bei der Berichterstattung aufgefallen. Thematisiert wurde dies zum Beispiel bei den Berichten über die Spaziergänge der Steeler-Jungs. Ich bin also einiges gewohnt. Es ist ja zurzeit üblich Gott und die Welt in die rechte Ecke zu stecken, wenn Menschen auf die Straße gehen, um gegen Missstände zu protestieren. Irgendwie hat man den Eindruck, dass die Antifa dringend nach ihrer Daseinsberechtigung sucht, und deswegen bei jeder Demo eine Gegendemo veranstalten möchte. Vielleicht erhofft man sich dadurch eine kleine Taschengeldaufbesserung von „Mutti“.

In Frankreich gehen aktuell die Gelbwesten auf die Straße, um gegen Missstände zu protestieren, und weil sie ihren Regierungspräsidenten gerne loswerden würden. Die Bewegung der Gelbwesten hat inzwischen auch den Weg nach Deutschland gefunden, und heute gab es einen ersten Spaziergang der Gelbwesten in Essen. Bereits im Vorfeld hatte die Antifa gegen die Gelbwesten gehetzt, und eine Gegendemo angekündigt. Ca. 25 Gelbwesten trafen sich in Essen, um dort durch die Innenstadt zu spazieren. Da ein Spaziergang keine Demo ist, wurde dies auch nicht bei der Polizei als Demo angemeldet. Nun wollen wir mal sehen, was die Presse der Funke-Gruppe heute so über den Spaziergang der Gelbwesten in Essen berichtet hat.

Der Redakteur Jörg Maibaum schrieb in der NRZ um 12:01 Uhr:

Versammlung
Polizei löst „Gelbwesten“-Versammlung am Hauptbahnhof Essen auf.

die NRZ veröffentlicht dazu ein Foto von Gelbwesten, die auf der Straße sitzen und den Verkehr blockieren. Dieses Foto hat aber nichts mit den Gelbwesten in Essen zu tun.

Essen: knapp 20 „Gelbwesten“ haben sich am Samstagvormittag am Hauptbahnhof in Essen versammelt. Die Polizei nahm die Personalien der Teilnehmer auf.

Knapp 20 „Gelbwesten“ haben sich am Samstagvormittag am Essener Hauptbahnhof versammelt. Weil die Versammlung nicht angemeldet war, löste die Polizei sie auf und nahm die Personalien der Teilnehmer auf.

„Viele Teilnehmer wussten gar nicht, dass sie sich auf einer nicht angemeldeten Versammlung befanden“, sagte eine Polizistin gegenüber unserer Redaktion. Ob den Teilnehmern eine Anzeige droht, konnte die Polizei auf Nachfrage unserer Redaktion am Samstag nicht sagen. …

Der Beitrag geht noch weiter, aber im Moment reicht mir der erste Teil. Hier der ganze Beitrag:

https://www.nrz.de/staedte/essen/polizei-loest-gelbwesten-versammlung-am-hauptbahnhof-essen-auf-id215911485.html

Der Redakteur Jörg Maibaum scheint sehr fleißig zu sein, denn um 12:01 Uhr erschien von ihm auch noch ein Beitrag in der WAZ. Da die Beiträge identisch sind, wird hier auf eine erneute Veröffentlichung des Textes verzichtet.

https://www.waz.de/staedte/essen/polizei-loest-gelbwesten-versammlung-am-hauptbahnhof-essen-auf-id215911485.html

Radio Essen veröffentlichte 12:30 Uhr folgenden Text.

Am Hauptbahnhof ist die angekündigte Aktion der Gelbwesten klein und friedlich geblieben.

Unter diesem Text erschien ein Foto. Anders als die NRZ und WAZ sieht man bei Radio Essen wenigstens ein richtiges Foto der Gelbwesten aus Essen.

Am Hauptbahnhof ist die angekündigte Aktion der gelb Westen klein und friedlich geblieben. Insgesamt hatten sich laut Polizei 18 Menschen mit gelben Warnwesten versammelt. Die Polizei hat sie einfach angesprochen, ihnen gesagt, dass die Versammlung nicht angemeldet ist und die Personalien aufgenommen. Daraufhin zogen die Menschen die Westen aus und gingen wieder. …

https://www.radioessen.de/essen/lokalnachrichten/lokalnachrichten/archive/2018/12/01/article/-6e9dd2cf6e.html

https://www.radioessen.de/typo3temp/pics/777d09a7ca.jpg

Das sind ja interessante Details, die die Funke-Gruppe ihren Hörern und Lesern mitteilt. Es gibt da allerdings das ein oder andere Problem, denn es hat den Eindruck, dass man es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt.

Soweit mir bekannt ist, ist der Beitrag in der NRZ und WAZ von 12:01 Uhr nicht der erste Beitrag. Bereits gegen 11:20 Uhr dürfte die erste Version erschienen sein, in der noch behauptet wurde, es seien nur elf Gelbwesten in Essen gewesen. Ohne auf die Beiträge der Funke-Gruppe einzugehen, möchte ich nun eine Pressemitteilung eines anderen-Redakteurs veröffentlichen. Er selbst behauptete, dass er Redakteur der Deutschen-Presse-Agentur wäre, ob das wirklich stimmt, kann, ich natürlich nicht sagen. Ich hatte eher Zweifel daran, aber immerhin ist er im Besitz eines echte Presseausweiß gewesen.

Essen/Nordrhein-Westfalen

Die „Gelbwesten/Gilet Jaunes“-Bewegung scheint von Frankreich nach Deutschland zu schwappen. In Essen haben sich am Vormittag rund 20 Menschen in gelben Westen zu einem Spaziergang am Bahnhof getroffen. Gegen 11:00 Uhr ging es vom Bahnhof aus unter anderem durch die Fußgängerzone zum Weihnachtsmarkt und im Anschluss quer durch die Stadt. Die Gruppe wurde am Bahnhofsgebäude von Polizisten in Empfang genommen. Die Gruppe erklärte dem Beamten, dass es sich um einen Spaziergang und nicht um eine Demonstration handeln würde. Danach konnte die Gruppe ihr Vorhaben fortsetzen. Friedlich spazierte die Gelbwesten-Träger durch die Kettwiger Straße bis zum Viehofer Platz. Auf dem Weg wurden Handzettel an die Passanten in der Innenstadt und auf dem Weihnachtsmarkt verteilt. Ebenfalls befand sich eine Gruppe der Partei „die Linke“ auf dem angekündigten Weg und verteilten Handzettel mit dem Hinweis, dass die Gruppe der Gelbwesten-Träger rechtsradikal sei. Auf telefonische Anfrage bei der Pressestelle der Polizei, ob es sich bei dieser Gruppe um rechtsradikale Aktivisten handelt, teilte Pressesprecher Peter Elke mit, dass es sich um unbekannte Personen gehandelt habe. Der Spaziergang dauerte 2 Stunden und verlief friedlich.

Nanu nana, dass verblüfft den Leser. Diese Meldung hat mit den Berichten der Funke-Gruppe nicht viel gemeinsames. Während laut der Funke-Gruppe es doch den Spaziergang gar nicht gegeben haben kann, weil die Polizei die Versammlung aufgelöst hätte, wird hier berichtet, dass die Gruppe doch 2 Stunden durch die Essener Innenstadt gelaufen war. Auch trugen die Teilnehmer der Spaziergangs dabei ihre gelben Westen, obwohl doch die Funke-Gruppe verkündet hatte, man habe die Westen ausgezogen, und sei nach Hause gegangen, ohne dass die Veranstaltung überhaupt stattgefunden hätte.

Lüge oder Wahrheit? Logischerweise kann maximal eine Version richtig sein. Stimmen die Aussagen der Funke-Gruppe, oder die Aussage des anderen-Reporters? Diese Frage ist schnell geklärt. Die NRZ und WAZ nutzen für ihre Beiträge Fotos, die nicht aus Essen stammten, während der dpa-Reporter echtes Fotomaterial aus Essen verbreitete. Diese Fotos zeigen die Gelbwesten in der Innenstadt von Essen, wie sie Handzettel verteilen, und Gespräche mit Passanten führten. Damit dürfte klar sein, dass die drei Berichte der Funke-Gruppe völlig verlogen sind, und man sich vermutlich den Titel „Lügenpresse“ mal wieder redlich verdient hat.

Aber reicht das schon aus, um sich den Titel „der goldene Schmierzettel“ zu verdienen?

Foto von Jörg Maibaum das die NRZ her veröffentlicht har. https://www.nrz.de/staedte/essen/die-qualm-tempel-muessen-endlich-raus-aus-der-grauzone-id210084679.html

Die Beiträge in der NRZ und WAZ stammen von dem Redakteur Jörg Maibaum. Ein Foto dieses Redakteurs hat die Funke-Gruppe hier veröffentlicht.

https://www.nrz.de/staedte/essen/die-qualm-tempel-muessen-endlich-raus-aus-der-grauzone-id210084679.html

Die Gelbwesten spazierten also 2 Stunden durch die Essener Innenstadt, und wurden dabei auch von einer Person verfolgt, die sowohl auf den Namen Jörg reagierte, und auch sehr viel Ähnlichkeit mit dem Foto von Jörg Maibaum hat. Diese Person wurde von den Demonstranten aufgefordert seinen Presseausweis zu zeigen, den er angeblich hat. Gegenüber den Demonstranten weigerte er sich seinen Presseausweis zu zeigen, sodass am Ende die Polizei bemüht wurde, die unseren nervigen Begleiter mal etwas näher unter die Lupe nehmen wollten. Soweit mir bekannt ist, hat sich der angebliche Zeitungsredakteur auch geweigert seinen Presseausweis der Polizei zu zeigen, doch vielleicht lag das ja daran, dass er nicht im Besitz eines solchen war.

https://www.dortmundecho.org/2015/05/pirat-robert-rutkowski-drogenabhaengig-in-die-politik/

Bei dem lustigen Begleiter der vielleicht im Besitz eines Micky-Maus-Presseausweis sein könnte, handelte es sich um diese Person. Er heißt also Robert Rutkowski und ist extra aus Dortmund angereist. Angeblich engagiert er sich gegen rechte Gewalt, aber da war er bei uns ziemlich verkehrt, denn es gab bei uns gar keine Gewalt. Außerdem sollte Herrn Rutkowski auch bekannt sein, dass Gewalt meistens von den Linken ausgeht.

Das Foto stammt von der Internetseite dortmund.echo.org. Dort schreibt man über den Stinkefinger-Liebhaber, dass er eine Drogenkarriere hinter sich habe, und eine kriminelle Vergangenheit besitzt. Außerdem soll es bei ihm eine ADHS-Problem geben oder gegeben haben, aber davon war jetzt in Essen nicht viel zu bemerken, außer seine völlig übertriebene Reaktion, als er von einer Frau angesprochen wurde, die wissen wollte, wie denn sein Blog heißt.

Diese Frage kann hier und jetzt beantwortet werden.

https://robert-rutkowski.de/

Hier ein Beitrag von ihm über seine Drogenkarriere.

https://robert-rutkowski.de/25-jahre-verschollen-im-nirgendwo/

Dass er jetzt in Essen eher ruhig war kann natürlich auch dem Umstand zu verdanken gewesen sein, dass er vor seinem Besuch in Essen eine entsprechende Medizin geschluckt hat. Ein bisschen wirkte er nämlich schon so, als ob er unter einem gewissen künstlich beruhigendem Einfluss stand. Das war zumindest mein Eindruck.

Es gab noch zwei weitere Redakteure die die Gelbwesten begleiteten, und keine Probleme damit hatten ihren Presseausweis sogar unaufgefordert der Polizei zu zeigen.

Wenn die Funke-Gruppe tatsächlich seit ca. 11: 20 Uhr behauptet, dass die Gelbwesten angeblich ihren Spaziergang in der Essener Innenstadt gar nicht durchgeführt hätten, obwohl wir genau dies doch zwei Stunden  lang gemacht haben, und dies den Redakteuren sicherlich auch bekannt war, dann ist das sicherlich als Gipfel der Verlogenheit zu bezeichnen. Man müsste in so einem Fall wohl von einer vorsätzlichen falschen Berichterstattung durch die Funke-Gruppe ausgehen. Die Auszeichnung „Das goldene Schmierblatt“ für nachweislichen Lügenjournalismus hätte die Funke-Gruppe, bzw. dir NRZ, Radio Essen und die WAZ damit wirklich mehr als verdient.

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